Simon ist von uns gegangen

Mein Nachruf auf einen guten Freund, Geschäftspartner, Lehrmeister und Mitarbeiter.

Ach Simon! Wie gerne würde ich mit dir nochmals sprechen können, mit dir über unsere Zeit und Momente lachen, wieder einmal über das Leben philosophieren und in Erinnerungen schwelgen. Laut mit dir Michael Jackson hören, abtanzen oder gemeinsam reimen. Aber hallo! So viel hätte ich dir noch sagen wollen, wie sehr du Teil unserer GORILLA Family bist, wie sehr ich deine Unterstützung all die Jahre geschätzt habe, all diese Momente und gemeinsame Zeit mit dir. Leider kann ich das nicht mehr und es macht mich enorm traurig dich nie mehr um mich zu haben.

Keiner verdient es so wie du, dich hier hochleben zu lassen. Du hättest gesagt, lass mal Roger. Aber nein, ich lass dich hochleben und wie! Uns verbinden so viele Jahre – mein halbes Leben. Bei der Wirz Werbung warst du mein Lehrlingsbetreuer, damals hatten wir noch die coolsten Verkleidungspartys und tanzten in die Nacht. Wir blieben auch in Kontakt, als es mich in andere Agenturen gezogen hat. Gemeinsam mit guten Freunden gründeten wir «die Giganten» – den Club der alten Wirzler. Ernestos und meine Idee eine Stiftung zu gründen, hast du von Anfang an unterstützt und nach ein paar Jahren durfte ich dich dann auch bei der Schtifti anstellen. Du hast so viel zum Erfolg unserer Stiftung beigetragen, hast mit mir das Büro geteilt und gemeinsam mit unserem Team an enorm vielen Projekten und Ideen gearbeitet. Das Schtifti Camp in den Bergen waren eines dieser Projekte, das du gerockt hast und selber auch aufgeblüht bist, denn die Natur bedeutete dir immer sehr viel (kein Wunder als ehemaliger Pfadileiter). Und ja, der Name GORILLA stammte natürlich auch von dir. Ich habe mich in den letzten Tagen immer wieder gefragt, was du eigentlich nicht für uns gemacht hast. Vom Branding, der Werbung, der Website, dem eLearning, dem Schtifti Game, dem Kochheft mit den Koch-Tutorials und der Betreuung unserer Zivildienstleistenden. Weisst du noch, als wir in Luxemburg die Nacht durchgemacht haben und am nächsten Tag gerade deswegen  eine hammer Präsentation hingelegt haben, die Funken sprühten nur so. Mit noch mehr Begeisterung für die Sache wäre das nicht gegangen und die Freestyle Crew Luxemburg tourt heute noch.

Du hast dich immer mit enorm viel Herzblut für die Schtifti und GORILLA eingesetzt und dich für die Sache Vollgas engagiert. Gemeinsam konnten wir kleine Samen setzen und heute ist das Programm GORILLA international erfolgreich gewachsen. Du hast einen grösseren Teil dazu beigetragen, als du jetzt zugeben würdest. Ja mein Freund, du hast so krass mit uns gerockt. Wir und die Kids werden dir dafür ewig dankbar sein!

Simon, ich verliere mit dir einen super Freund und bin einfach nur unendlich traurig. Danke für die Zeit mir dir, du hast mich so positiv geprägt, mich immer wieder motiviert und begeistert und so viel hinterlassen. Ich hoffe dir geht es besser, wo auch immer du jetzt bist. Du bist nur vorausgegangen, irgendwann werden wir uns wiedersehen. Ganz bestimmt. Schiff ahoi, wie wir immer zu sagen pflegten. Bis bald mein Freund!

Roger

Hinweis:

Simon war vom 01. Januar 2007 bis Ende 2010 Mitarbeiter der Schtifti Foundation. Seine Beerdigung findet am 8. Juli in den Glarner Bergen statt. Alle, die der Zeremonie beiwohnen möchten, sind herzlich eingeladen: www.andenken-an-simon.ch

15 Jahre Schtifti Foundation: das Gespräch mit Kathrin und Roger

Die Schtifti feierte am 21. Mai ihren 15 Geburtstag. Wie’s dazu kam und was die Schtifti weiterhin bewegt, erzählen Kathrin Steiger und Roger Grolimund im Interview.

Roger erzähl mal, was passierte genau am 21. Mai 2003?

An diesem Tag bin ich nach Bülach gefahren und konnte die Stiftung offiziell im Notariat gründen. Was für Ernesto und mich ein riesiges Highlight war. Endlich konnten wir die Idee, die wir bereits lange mit uns herumgetragen hatten und die immer konkreter wurde, auf eine solide rechtliche Basis stellen. Das brachte uns ganz neue Möglichkeiten. Denn bis dahin hiess es immer: „Kommt wieder, wenn ihr eine offizielle Stiftung seid.“

Mit dem 15-jährigen Jubiläum gibt es grosse Neuigkeiten: Du machst dich selbstständig und konzentrierst dich auf den Aufbau von GORILLA Deutschland. Was hat dich zu diesem Schritt bewogen?

Ich überlegte mir schon längere Zeit, was nach 15 Jahren Schtifti Foundation kommt. Was kickt mich noch? Wer mich ein bisschen kennt, weiss, dass mich vor allem der Aufbau von Neuem reizt. In der Schweiz sind wir sehr gut aufgestellt. Seit vier Jahren helfe ich mit, GORILLA in Deutschland aufzubauen und die vom Stiftungsrat beschlossene DACH-Strategie aufzugleisen. In Deutschland gibt es seit zwei Jahren ein Präventionsgesetz, welches Krankenkassen verpflichtet einen Teil ihres Geldes in die Prävention zu stecken. Da sehen wir grosses Potenzial. Deshalb macht dieser Schritt sehr viel Sinn. Nichtsdestotrotz werde ich dem Schweizer Team weiterhin sehr verbunden sein und in gewisse Projekte und Partnerschaften involviert sein.

Ich habe mich unter dem Namen „ROGO & FRIENDS“ selbstständig gemacht. So möchte ich die langjährige Erfahrung und mein Knowhow an andere soziale Initiativen weitergeben und denen helfen, die grosse Visionen haben aber noch den nötigen Turbo brauchen. Bereits in der Anfangszeit der Schtifti konnten wir auf die Unterstützung verschiedener Stellen zählen und so möchte ich mit diesem Schritt auch etwas zurückgeben.

Kathrin, du bist nun seit April 2018 alleinige Geschäftsführerin. Was bedeutet Rogers Schritt für die Schtifti Foundation?

Es ist ein grosser Schritt, die Schtifti verliert sozusagen einen ihrer Urväter. Roger hat mit seinem unermüdlichen Engagement, seiner Hartnäckigkeit und seinem Gespür für die richtigen Themen sehr viel zum Erfolg der Schtifti beigetragen. Er hinterlässt eine grosse Lücke. Aber die Schtifti ist gut gerüstet, denn wir stecken nicht mehr in den Kinderschuhen. Wir sind eine etablierte Stiftung, die schweizweit bei Behörden, Schulen und Partnern einen guten Ruf geniesst. Wir können auf ein geniales Team zählen und so ein Wechsel birgt auch Chancen.

Wie sieht die neue Führungsstruktur aus?

Neu stellen wir uns wie folgt auf: Schtifti Urgestein Noemi Reichel, ist zuständig für den Bereich Angebote und bleibt wie bis anhin in der erweiterten Geschäftsleitung. Diese ergänzen wir durch Tobias Schoen, der sich um den Bereich Marketing kümmert. Ausserdem können wir auf ein grosses Netzwerk zurückgreifen und haben einen Stiftungsrat, der uns tatkräftig unterstützt. Mitgründer Ernesto ist auch weiterhin Stiftungsratspräsident.

15 Jahre Schtifti Foundation. Was bedeutet dir dieses Jubiläum Roger?

Grundsätzlich bin ich einfach mega stolz und dankbar für alles, was wir erreicht haben. Stolz, auf all die Menschen, die bei der Schtifti gearbeitet haben und noch arbeiten. Aber auch dankbar um all die Partner, die über Jahre an uns geglaubt haben. So hatten wir die Möglichkeit, in den 15 Jahren mit Workshops mehr als 70’000 Kinder zu erreichen und zu einem der grössten Gesundheitsförderungsprogramme der Schweiz zu wachsen. Sogar Vertreter aus Abu Dhabi haben bei uns angeklopft. Zudem konnten wir zahlreiche nationale und internationale Preise gewinnen. Mir persönlich bedeutet das sehr viel. Wir begannen mit einer kleinen Idee und es hiess immer „ja, aber“ und vielfach auch „ihr seid ja verrückt“. Doch wir liessen uns nicht beirren. Und zu guter Letzt bin ich dankbar, dass wir über die Jahre nie den Fokus verloren haben, Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zu bewegen und der ursprünglichen Vision und Philosophie treu geblieben sind.

Nun sind die nächsten 15 Jahre angebrochen. Auf was freust du dich Kathrin?

Einerseits freue ich mich auf die neue Konstellation, bei der man bereits merkt, dass neue Kräfte freigesetzt werden. Aber auch kurz inne zu halten und sich zu fragen, wo die Schwerpunkte zukünftig liegen sollen, reizt mich. Das GORILLA Schulprogramm, das aus dem Gesundheitsförderungsprogramm GORILLA auch ein Bildungsprogramm gemacht hat, wird eine hohe Priorität geniessen. Ein Programm wie GORILLA, das derart breit gefächert und sowohl an Schulen als auch in der Freizeit verankert ist, ist einzigartig. GORILLA werden wir mit viel Engagement weiterentwickeln. Mit dem Ziel, möglichst viele Kinder und Jugendliche für die Themen Bewegung, Ernährung und nachhaltigen Konsum zu begeistern.

Was macht denn die Schtifti Foundation aus?

Gute Frage (kurze Denkpause). Zwei Punkte möchte ich herausstreichen:

Jede Person, die bei uns ins Büro tritt, sagt: „Hier herrscht so ein guter Groove und das sind so viele positive Energien!“. Ich bin der Meinung, dass genau das die Schtifti ausmacht: Tolle Persönlichkeiten, die mit unglaublichem Engagement etwas bewegen möchten. Das wird bei Instruktoren, Botschaftern und Mitarbeitenden der Geschäftsstelle voll gelebt.

Ausserdem hat die Schtifti durch und durch die Freestyle-DNA, ist ein bisschen „edgy“ und stürzt sich regelmässig in neue Abenteuer. Gleichzeitig agieren wir hoch professionell. So arbeiten wir momentan daran, soziales Unternehmertum nicht nur als Buzz-Wort zu verstehen, sondern als gesamtes Team in unser Selbstverständnis aufzunehmen.

Roger, was wünscht du der Schtifti Foundation für die Zukunft?

Dass es weiterhin Menschen gibt, egal in welcher Position und mit welchen Möglichkeiten, die an die Schtifti glauben. Die erkennen, was ihr vorhabt und euch auf diesem Weg begleiten und unterstützen.

Stand-up! for Schtifti 2018

Stand-up! for Schtifti 2018 findet am Donnerstagabend, 5. Juli wie gewohnt im Bernhard-Theater Zürich statt. Mit dem 15-Jahre-Jubiläum der Schtifti Foundation fällt das Programm dieses Jahr etwas dichter aus. Wir haben deshalb entschieden, um 19.30 Uhr, also eine halbe Stunde früher als in den Vorjahren, zu starten. Türöffnung ist um 18.30 Uhr.

Jetzt Tickets sichern und die Schtifti Foundation unterstützen.

Auch 2018 können wir mit einem hochkarätigen Line-up aufwarten. Vorhang auf für …

… Rob Spence

Schon seit Jahren verzückt der charmante Australier das Schweizer Publikum. Kostprobe gefällig? In seinem aktuellen Programm „Mad Men“ lässt er einmal mehr die Fetzen fliegen. Sei es als kleiner Feigling gedopt im Boxring, als golfspielender Rapper, durchgeknallter Mexikaner oder als Schweizer Kellner. Das wird lustig!

 

… Nina Burri

Nina Burri, ursprünglich Tänzerin, erlernte in einer Akrobatikschule in Peking die Kunst der Kontorsion. Nach ihrer Rückkehr in die Schweiz schaffte sie den Sprung in bekannte Varietés und Zirkusshows. Den endgültigen Durchbruch erlangte Nina im Jahr 2011 mit dem zweiten Platz in der TV-Sendung „Die grössten Schweizer Talente“. Eine Ehre, sie an unserem Benefizanlass begrüssen zu dürfen!

 

… Charles Nguela

Ein Amen und Hallelujah auf den Godfather of Black Swiss Comedy, der gemäss eigener Aussage „optimal pigmentiert“ ist. In seinem neusten Programm „Helvetia’s Secret“ enthüllt er die intimsten Geheimnisse der Schweizer Gesellschaft und nimmt – wie man es von ihm kennt – kein Blatt vor den Mund. Unter dem Deckmantel der „Comedy“ enthüllt er Dinge, die andere nur denken, aber nicht auszusprechen wagen.

 

… Joël von Mutzenbecher

Der Basler Comedian tingelt dieses Jahr mit seinem Programm „Halbidiot“ durch die Schweiz und Deutschland und schreibt auf seiner Website: „Halbidioten lauern überall. Man liebt und hasst sie gleichzeitig. Sie verkörpern Zuneigung und Fremdscham in einer Person. Joël von Mutzenbecher gehört zu dieser Spezies.“ Dieser Halbidiot scheint einiges richtig zu machen. 2015 gewann er den Publikumspreis des „Swiss Comedy Awards“ und füllt landauf, landab die Säle. Höchste Zeit für einen Besuch bei Stand-up! for Schtifti.

Ganz speziell danken wir den Künstlern, die ihre Gage zugunsten der Schtifti sponsern sowie folgenden Partnern:

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Neue Führungsstruktur bei der Schtifti Foundation

Nach 15 Jahren stellt Roger Grolimund, Gründer und Co-Geschäftsleiter, die Weichen neu und macht sich selbstständig. Er möchte so seine breite Erfahrung in den Bereichen NPO, Fundraising und Marketing auch anderen sozialen Organisationen und Initiativen weitergeben. Erfreulicherweise bleibt er GORILLA erhalten. Er wird sich in den kommenden Monaten auf Mandatsbasis um den Aufbau von GORILLA Deutschland kümmern und die länderübergreifenden Partnerschaften koordinieren. Kathrin Steiger, bereits seit 2013 Co-Geschäftsleiterin, ist seit April 2018 alleinige Geschäftsleiterin der Schtifti Foundation. Die erweiterte Geschäftsleitung besteht aus Noemi Reichel, Leiterin Angebote und wird neu um Tobias Schoen, Leiter Marketing ergänzt.

Ernesto Silvani, Stiftungsratspräsident: «Roger ist ein Pionier, der die Schtifti Foundation von der Gründung bis heute enorm positiv und erfolgreich geprägt hat. Dafür danken wir ihm ganz herzlich. Nun kommt ein neuer Abschnitt und wir freuen uns auf die nächsten 15 Jahre.»

v.l.n.r: Tobias Schoen, Noemi Reichel, Kathrin Steiger und Roger Grolimund

Roger ist unter www.rogo.ch zu finden.