Schtifti Foundation ab September 2020 mit einer Co-Leitung

Ab September 2020 organisiert sich die Schtifti Foundation mit einer Co-Leitung aus Tobias Schoen und Peter Limacher.

Tobias Schoen arbeitet seit mehr als drei Jahren bei der Schtifti Foundation und war zuletzt für die Bereiche Marketing und Fundraising zuständig.

Peter Limacher arbeitet aktuell bei einer Stiftung, die im Bereich Wissenschaftskommunikation tätig ist. Er bringt mehrjährige Führungserfahrung mit, arbeitete als Jugendarbeiter und verfügt über ein grosses digitales Know-how.

«Im Stiftungsrat beschäftigten wir uns intensiv mit der Frage, welche Kompetenzen in den nächsten Jahren besonders gefragt sein werden. Mit Peter haben wir eine Person gefunden, welche die Arbeit mit Jugendlichen kennt und gleichzeitig digital denkt.»
Ernesto Silvani, Stiftungsratspräsident

Nach zehn Jahren bei der Schtifti Foundation, davon sieben Jahre als Geschäftsleiterin, hat sich Kathrin Steiger für einen Wechsel per Ende August 2020 entschieden. Zu den Hintergründen und Zukunftsplänen äussert sich Kathrin im Interview.

GORILLA in Zeiten von Corona

In den vergangenen Monaten wurden die Aktivitäten von GORILLA ordentlich auf den Kopf gestellt. Hier ein Überblick, welchen Einfluss das Virus auf das Gesundheitsförderungs- und Bildungsprogramm GORILLA hatte und wie es weitergeht.

Eine diffuse Gefahr wird real
Im März überschlugen sich die Ereignisse. Was anfangs Jahr noch als Problem in China abgetan wurde, änderte sich spätestens mit der Pressekonferenz des Bundesrats am 13. März 2020. Fortan blieben die Schulen geschlossen, vorerst bis zum 19. April.

Workshop-Saison abrupt gestoppt
Für uns hatte dies zur Folge, dass keine Workshops an Schulen mehr durchgeführt werden konnten. Dies hat uns besonders getroffen, da die Zeit zwischen März und den Sommerferien die Hauptsaison unserer Workshop-Aktivitäten darstellt. Die meisten Workshops bis zu den Sommerferien wurden gestrichen, nur wenige verschoben.

Chance Distance Learning
Handkehrum nutzten wir die Möglichkeit, dass Lehrpersonen und Eltern auf einmal auf der Suche nach Distance-Learning-Angeboten waren. Auf der Website GORILLA Schulprogramm bündelten wir die Angebote, die sich hierfür eigneten. Freestyle- oder Kochtutorials, Ideen für bewegte Pausen und Lern-Tipps für zu Hause waren ganz offensichtlich äusserst beliebt. Von März bis Ende April nutzen knapp 4’500 Personen unsere Angebote, was einer Steigerung von 263% im Vergleich zur Vorjahres-Periode entspricht.

Distance LearningDie Distance Learning Angebote des GORILLA Schulprogramms auf einen Blick

#blibdihei Challenge
Jugendlichen fiel es besonders schwer, die einschneidenden Massnahmen, die im März getroffen wurden, umzusetzen. Aus diesem Grund lancierten wir zusammen mit der SV Stiftung die #blibdihei Challenge auf Instagram. Einerseits wollten wir die Jugendlichen ermuntern, zu Hause zu bleiben und andererseits aufzeigen, wie es einem zu Hause nicht langweilig wird – mit Bewegungs-Challenges. Insgesamt kamen 25 Challenges aus der GORILLA Community zusammen, die fleissig imitiert, geliked und kommentiert wurden.

GORILLA ChallengeWährend des Lockdowns publizierte GORILLA täglich eine Challenge auf Instagram

Nachgefragt bei …
Michael Sahli, Vizepräsident der SV Stiftung und Vorsitzender des ProjektausschussesMichael SahliDie Idee der #blibdihei Challenge stammt von der SV Stiftung. Wie ist es dazu gekommen?
Die SV Stiftung hat eine Corona-Soforthilfe beschlossen, um damit Projektträger auch in der Krise kurzfristig und effizient unterstützen zu können. Mit dem Lockdown war klar, dass die GORILLA Workshops nicht mehr stattfinden können. Wir haben deshalb im Gespräch mit Tobias Schoen Möglichkeiten gesucht, wie man trotz beschränkter Möglichkeiten und Ressourcen gleichwohl an die GORILLA Zielgruppen gelangen könnte. So ist die Challenge-Idee entstanden.
Die Gastro-Betriebe der SV Gruppe sind von der Corona-Krise besonders stark betroffen. Welchen Einfluss hat dies auf die SV Stiftung?
Die SV Group ist in allen Geschäftsbereichen von der Covid-19-Pandemie hart getroffen worden. Dies hat einen direkten Einfluss auf unsere Tätigkeit. Denn die SV Stiftung unterstützt Projekte im Ernährungsbereich mit der Dividende, die sie als Hauptaktionärin der SV Group erhält. Wegen der wirtschaftlichen Krise stehen wir nun vor der Herausforderung, mit begrenzten Mitteln den Stiftungszweck zu erfüllen. Ich bin aber zuversichtlich, dass wir auch in Zukunft sinnvolle Projekte unterstützen können werden.
Was nehmen Sie ganz persönlich mit aus der Corona-Krise?
Die Krise hat – bei allen negativen Auswirkungen – in meiner persönlichen Erfahrung auch Chancen geboten: Etwa, das hohe Tempo der Alltagshektik vorübergehend etwas zu drosseln. Oder die Chance, vermehrt über Themen wie Nachhaltigkeit und unseren Umgang mit Ressourcen nachzudenken. Ich hoffe, dass unser Bewusstsein fürs wichtige Sorgetragen zu Mensch und Natur durch die Krise noch wächst. Und ich bin überzeugt, dass aus der Krise auch das eine oder andere neue Projekt entstehen kann. Die #blibdihei Challenge ist ein gutes Beispiel dafür!

Ausblick

  • GORILLA Workshops: Ab dem 6. Juni sind Veranstaltungen bis maximal 300 Personen wieder gestattet. Somit sind auch GORILLA Workshops wieder erlaubt und wir hoffen, dass die Nachfrage wieder steigt. Bei Fragen und Unklarheiten steht Ihnen Rahel Reich gerne zur Verfügung.
  • GORILLA Schulprogramm: Die Schulplattform von GORILLA erzielte dank Corona rekordverdächtige User-Zahlen. Wir nutzen das Momentum und arbeiten zusammen mit der Asuera Stiftung an einer Vorstudie, wie sich das Schulprogramm in Bezug auf die Digitalisierung und Online-Angebote weiterentwickeln könnte.

Dankeschön
GORILLA kann auf die Unterstützung unzähliger Partner zählen. Diese haben sich in den letzten Monaten unglaublich loyal und flexibel gezeigt. Wir schätzen das sehr und bedanken uns ganz herzlich!

Nach 10 Jahren: Wechsel bei der GORILLA Workshopleitung

Im März gab es einen Wechsel bei der Leitung von GORILLA Workshops: Lukas Eggenschwyler tritt in die Fussstapfen von Jojo Linder. Wegen Corona musste die Workshop-Saison jedoch auf Herbst verschoben werden. Der neue und der alte Workshop-Leiter im Interview.

Jojo Linder und Lukas Eggenschwyler

Müssen sich mit den ersten gemeinsamen Workshops noch gedulden: GORILLA Workshopleiter Jojo Linder und Lukas Eggenschwiler.

 

Lukas, du bist seit knapp zwei Monaten bei der Schtifti Foundation als Workshopleiter – wie war der Start für dich?
Lukas: Der Start war super, aber leider nicht als Workshopleiter (lacht). Aufgrund der Umstände hat auch meine Einführung auf Distanz stattgefunden, was erstaunlich gut funktioniert hat. Ich habe mich sehr schnell sehr gut aufgehoben und willkommen gefühlt. Die ersten zwei Monate habe ich an verschiedenen Projekten gearbeitet und konnte mich da einbringen. Beispielsweise habe ich Videos gemacht für die Distance Learning Plattform oder das Hygienekonzept für Workshops überarbeitet.

Jojo, du bist praktisch seit der Gründung der Schtifti vor 16 Jahren als Skate-Instruktor an Workshops dabei, seit 10 Jahren als Workshpleiter. Warum trittst du nun als Workshopleiter zurück?
Jojo: Naja, nach über 300 Workshops mit Jugendlichen fühle ich mich wie mit 75 Jahren – irgendwann ist einfach mal fertig (lacht). Nein, es ist einfach so, dass ich nun in anderen Projekten immer mehr Verantwortung übernehme und langsam wird es zu viel, auch bei GORILLA viel Verantwortung zu haben. Deshalb habe ich mich mit einem weinenden und einem lachenden Auge dafür entschieden, etwas kürzer zu treten.

Jojo Linder
Freestyle fliesst durch seine Adern, nicht nur an GORILLA Workshops. Mit seiner Persönlichkeit hat er nicht nur die GORILLA Workshops seit Beginn geprägt, sondern auch die nationale Skate- und Longboard-Szene. Als zweifacher Familienvater und Gründer von Kompotoi hat der 36-Jährige nun neue, nicht minder spannende und verantwortungsvolle Aufgaben, die er mit viel Freestyle und Herzblut meistert. Jojo bleibt uns weiterhin als Longboard-Instruktor im Team erhalten.

Was gehört zu deinen Highlights?
Jojo: Schwierig zu sagen, denn bei 300 Workshops gab es 300 Highlights. Für mich war es sehr cool, im Ausland unterwegs zu sein und das Lebensgefühl von GORILLA dort weiterzugeben. Ebenfalls ein Highlight war immer der Austausch zwischen den zwei Teams. Einerseits das Freestyle-Team an den Workshops mit vielen unterschiedlichen, sehr spannenden Personen. Andererseits die Zusammenarbeit mit dem Schtifti-Team im Büro, die das Programm weiterentwickeln.

In deinem Rucksack bringst du Arbeitserfahrung aus verschiedensten Bereichen mit – welche kannst du bei der Schtifti an Workshops einbringen.
Lukas: Die vielen Stunden, die ich auf Skies und auf dem Snowboard verbracht habe, bei denen ich Jugendliche aber auch zukünftige J+S Leiter unterrichtet habe. Dazu kommt die Erfahrung aus Kaderbildungskursen, die ich organisiert und geleitet habe. Auch im handwerklichen Bereich bringe ich Erfahrungen mit, beispielsweise als Bühnenbauer. Obwohl, das Zählen von Gabeln braucht nicht so viel handwerkliches Geschick (lacht).

Lukas Eggenschwyler ist neuer GORILLA Workshopleiter

Inventur anstatt Workshops: Lukas zählt die Gabeln aus der GORILLA Küche.

Lukas Eggenschwyler
Der 33-jährige Berner geht mit den Jahreszeiten: Im Winter ist er als J+S Ski-Experte und Kaderbildner in den Bergen unterwegs, im Sommer auf Seen am Windsurfen, am Strand am Beachvolley spielen oder am Skaten. Nach einigen Saisons im Event-Bau steht der Sportwissenschaftler nun als Workshopleiter bei GORILLA im Einsatz und bringt mit dem Team mehr Uga-Uga ins Leben von Jugendlichen.

Es ist deine erste Festanstellung – was hat dich dazu bewogen, dich zu «binden»?
Lukas: Eigentlich der Job selbst. Ich hatte nie die Idee, ich brauche jetzt einen festen Job. Das hat sich jetzt einfach so ergeben. Bis jetzt habe ich immer saisonal gearbeitet und nie gross vorausgeplant. Aber ich bin sehr happy über diese Gelegenheit, deshalb habe ich diesen Schritt nun gemacht.

Du bist praktisch seit Anfang dabei – was hat sich verändert?
Jojo: Mein Bereich, die Workshops, haben sich vor allem in der Anfangsphase stark verändert. Damals war vieles sehr improvisiert, heute ist alles super organisiert. Auch im Büro ist viel Neues entstanden. Gerade da wurde es ein immer strukturierteres und professionelleres Projekt. Doch die Arbeit mit den Kids ist durch und durch Freestyle.

Jojo Linder und Lukas Eggenschwyler

Jojo zeigt Lukas, wie die Organisation des Materials am einfachsten gelingt.

Zum Schluss: Was wirst du vermissen?
Jojo: Klar den Austausch mit den Leuten, mit dem Freestyle- und Büro-Team, aber auch mit den Jugendlichen. Es liegt mir extrem, mit Jugendlichen zu arbeiten, und es macht mir wahnsinnig Spass. Ich hoffe, ich kann noch ab und zu als Longboard-Instruktor bei GORILLA Workshops dabei sein.

Worauf freust du dich besonders?
Lukas: Auf die verschiedenen Begegnungen mit Jugendlichen, mit den Leuten aus dem Team, mit Lehrpersonen. Ebenso freue ich mich auf die Zusammenarbeit mit Personen aus verschiedenen Sportbereichen, um so einen Einblick in die einzelnen Szenen zu erhalten. Auch auf die einmaligen Workshops, die alle in sich abgeschlossen sind und die alle ein aussergewöhnliches Erlebnis bieten. Was an einem solchen Tag entsteht, ist immer sehr emotional. Es ist am Ende mehr, als einfach einen Tag Sport gemacht zu haben. Darauf freue ich mich!

Wir wünschen den beiden einen erfolgreichen Start in die Workshop-Saison!

Wir sind zurück mit GORILLA Workshops

Mit der aktuellen Verordnung des Bundesrats sind klassenübergreifende Schulveranstaltungen in den meisten Kantonen wieder erlaubt und Sportveranstaltungen können mit bis zu 300 Personen durchgeführt werden. Das gilt auch für die GORILLA Workshops – sei dies noch vor den Sommerferien als Schuljahresabschluss oder als Start im ersten Quartal des neuen Schuljahres.

3 gute Gründe für einen GORILLA Workshop

An fast jeder Schule mussten in den letzten Wochen Veranstaltungen wie Exkursionen, Schulreisen oder Sporttage abgesagt werden. GORILLA bietet die ideale, unkomplizierte Organisation, um kurzfristig einen erinnerungswürdigen Event an eurer Schule durchzuführen.

  • Das Sportangebot von GORILLA besteht aus Freestyle-Sportarten, die sich in Bezug auf Distanz- und Hygienevorschriften sehr gut eignen. Es entsteht wenig Körperkontakt, es werden kaum Spielgeräte benutzt und die meisten Aktivitäten finden draussen statt.
  • Zuhause kochen war noch selten so aktuell wie in letzter Zeit. Wir bringen den Kindern und Jugendlichen näher, was gesundes, ausgewogenes und nachhaltiges Essen bedeutet.
  • Last but not least werden die Lehrpersonen, die in den letzten Wochen teilweise einen grossen Mehraufwand betreiben mussten, entlastet. Sie können die Verantwortung für einen Schultag abgeben und für einmal eine unterstützende Rolle einnehmen.
  • GOrilla workshop sommer 2020

    Schutzkonzept

    GORILLA ist sich der Verantwortung bewusst und folgt in der Umsetzung laufend den aktuellen Corona-Bestimmungen. Momentan wird ein eigenes Schutzkonzept erstellt, damit alle Bereiche der Tagesworkshops möglichst sicher durchgeführt werden können. Dieses berücksichtigt Vorgaben des BAG, der kantonalen Erziehungsdirektionen, des SECO, von GastroSuisse sowie vom BASPO und den jeweiligen Sportverbänden.

    Für Anfragen steht Rahel Reich, Projektleiterin Workshops, gerne zur Verfügung.
    rahel.reich@schtifti.ch, 044 421 30 22