Nach 10 Jahren: Wechsel bei der GORILLA Workshopleitung

Im März gab es einen Wechsel bei der Leitung von GORILLA Workshops: Lukas Eggenschwyler tritt in die Fussstapfen von Jojo Linder. Wegen Corona musste die Workshop-Saison jedoch auf Herbst verschoben werden. Der neue und der alte Workshop-Leiter im Interview.

Jojo Linder und Lukas Eggenschwyler

Müssen sich mit den ersten gemeinsamen Workshops noch gedulden: GORILLA Workshopleiter Jojo Linder und Lukas Eggenschwiler.

 

Lukas, du bist seit knapp zwei Monaten bei der Schtifti Foundation als Workshopleiter – wie war der Start für dich?
Lukas: Der Start war super, aber leider nicht als Workshopleiter (lacht). Aufgrund der Umstände hat auch meine Einführung auf Distanz stattgefunden, was erstaunlich gut funktioniert hat. Ich habe mich sehr schnell sehr gut aufgehoben und willkommen gefühlt. Die ersten zwei Monate habe ich an verschiedenen Projekten gearbeitet und konnte mich da einbringen. Beispielsweise habe ich Videos gemacht für die Distance Learning Plattform oder das Hygienekonzept für Workshops überarbeitet.

Jojo, du bist praktisch seit der Gründung der Schtifti vor 16 Jahren als Skate-Instruktor an Workshops dabei, seit 10 Jahren als Workshpleiter. Warum trittst du nun als Workshopleiter zurück?
Jojo: Naja, nach über 300 Workshops mit Jugendlichen fühle ich mich wie mit 75 Jahren – irgendwann ist einfach mal fertig (lacht). Nein, es ist einfach so, dass ich nun in anderen Projekten immer mehr Verantwortung übernehme und langsam wird es zu viel, auch bei GORILLA viel Verantwortung zu haben. Deshalb habe ich mich mit einem weinenden und einem lachenden Auge dafür entschieden, etwas kürzer zu treten.

Jojo Linder
Freestyle fliesst durch seine Adern, nicht nur an GORILLA Workshops. Mit seiner Persönlichkeit hat er nicht nur die GORILLA Workshops seit Beginn geprägt, sondern auch die nationale Skate- und Longboard-Szene. Als zweifacher Familienvater und Gründer von Kompotoi hat der 36-Jährige nun neue, nicht minder spannende und verantwortungsvolle Aufgaben, die er mit viel Freestyle und Herzblut meistert. Jojo bleibt uns weiterhin als Longboard-Instruktor im Team erhalten.

Was gehört zu deinen Highlights?
Jojo: Schwierig zu sagen, denn bei 300 Workshops gab es 300 Highlights. Für mich war es sehr cool, im Ausland unterwegs zu sein und das Lebensgefühl von GORILLA dort weiterzugeben. Ebenfalls ein Highlight war immer der Austausch zwischen den zwei Teams. Einerseits das Freestyle-Team an den Workshops mit vielen unterschiedlichen, sehr spannenden Personen. Andererseits die Zusammenarbeit mit dem Schtifti-Team im Büro, die das Programm weiterentwickeln.

In deinem Rucksack bringst du Arbeitserfahrung aus verschiedensten Bereichen mit – welche kannst du bei der Schtifti an Workshops einbringen.
Lukas: Die vielen Stunden, die ich auf Skies und auf dem Snowboard verbracht habe, bei denen ich Jugendliche aber auch zukünftige J+S Leiter unterrichtet habe. Dazu kommt die Erfahrung aus Kaderbildungskursen, die ich organisiert und geleitet habe. Auch im handwerklichen Bereich bringe ich Erfahrungen mit, beispielsweise als Bühnenbauer. Obwohl, das Zählen von Gabeln braucht nicht so viel handwerkliches Geschick (lacht).

Lukas Eggenschwyler ist neuer GORILLA Workshopleiter

Inventur anstatt Workshops: Lukas zählt die Gabeln aus der GORILLA Küche.

Lukas Eggenschwyler
Der 33-jährige Berner geht mit den Jahreszeiten: Im Winter ist er als J+S Ski-Experte und Kaderbildner in den Bergen unterwegs, im Sommer auf Seen am Windsurfen, am Strand am Beachvolley spielen oder am Skaten. Nach einigen Saisons im Event-Bau steht der Sportwissenschaftler nun als Workshopleiter bei GORILLA im Einsatz und bringt mit dem Team mehr Uga-Uga ins Leben von Jugendlichen.

Es ist deine erste Festanstellung – was hat dich dazu bewogen, dich zu «binden»?
Lukas: Eigentlich der Job selbst. Ich hatte nie die Idee, ich brauche jetzt einen festen Job. Das hat sich jetzt einfach so ergeben. Bis jetzt habe ich immer saisonal gearbeitet und nie gross vorausgeplant. Aber ich bin sehr happy über diese Gelegenheit, deshalb habe ich diesen Schritt nun gemacht.

Du bist praktisch seit Anfang dabei – was hat sich verändert?
Jojo: Mein Bereich, die Workshops, haben sich vor allem in der Anfangsphase stark verändert. Damals war vieles sehr improvisiert, heute ist alles super organisiert. Auch im Büro ist viel Neues entstanden. Gerade da wurde es ein immer strukturierteres und professionelleres Projekt. Doch die Arbeit mit den Kids ist durch und durch Freestyle.

Jojo Linder und Lukas Eggenschwyler

Jojo zeigt Lukas, wie die Organisation des Materials am einfachsten gelingt.

Zum Schluss: Was wirst du vermissen?
Jojo: Klar den Austausch mit den Leuten, mit dem Freestyle- und Büro-Team, aber auch mit den Jugendlichen. Es liegt mir extrem, mit Jugendlichen zu arbeiten, und es macht mir wahnsinnig Spass. Ich hoffe, ich kann noch ab und zu als Longboard-Instruktor bei GORILLA Workshops dabei sein.

Worauf freust du dich besonders?
Lukas: Auf die verschiedenen Begegnungen mit Jugendlichen, mit den Leuten aus dem Team, mit Lehrpersonen. Ebenso freue ich mich auf die Zusammenarbeit mit Personen aus verschiedenen Sportbereichen, um so einen Einblick in die einzelnen Szenen zu erhalten. Auch auf die einmaligen Workshops, die alle in sich abgeschlossen sind und die alle ein aussergewöhnliches Erlebnis bieten. Was an einem solchen Tag entsteht, ist immer sehr emotional. Es ist am Ende mehr, als einfach einen Tag Sport gemacht zu haben. Darauf freue ich mich!

Wir wünschen den beiden einen erfolgreichen Start in die Workshop-Saison!

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