Rahel Tschofen, Capoeira-Instruktorin bei GORILLA

Du arbeitest als Instruktorin bei GORILLA. Wie ist es dazu gekommen?

Meine Leidenschaft gehört der Sportart Capoeira. Capoeira ist besonders, denn sie gehört zu den Kampfsportarten. Trotzdem kämpfen wir nicht. Wir spielen mit unserem Körper und improvisieren die Abläufe. Dazu brauchen wir keine Musik aus der Box oder von DJs, wir machen unseren eigenen Rhythmus zum Spiel. Das Ziel: Den Gegenspieler Schachmatt zu setzen, ohne direkten Körperkontakt und mit einem Lächeln im Gesicht.

Zu GORILLA kam ich durch den guten Freund Nicolas, auch bekannt als Artista. Er war bereits bei GORILLA als Capoeira-Instruktor. Wir unterrichteten beide und im Training erzählte er mir immer wieder von GORILLA. Männliche Capoeiristas gibt es mehr als weibliche. Das wollte und will ich ändern! So kam es, dass ich mich bei GORILLA meldete.

Was schätzt du an den Workshops von GORILLA?

Es freut mich immer zu sehen, wie Jugendliche sich auf etwas Neues einlassen können. Dass sie den Mut finden, etwas zu probieren ohne gleich aufzugeben. Auch wenn die ersten Versuche nur selten von Erfolg gekrönt sind.

Gibt es ein Workshop-Erlebnis, das dir speziell in Erinnerung geblieben ist?

Dieses Jahr war ich zum ersten Mal bei einem Workshop im Tessin mit dabei. Da waren viele Jugendliche, die Capoeira zuvor nicht kannten. Doch ihre Neugier war nicht zu bremsen. Sie lernten so schnell, dass wir am Ende des Workshops Jugendliche hatten, die Capoeira nicht nur gemeinsam spielten, sondern durch und durch fühlten. Es schien, als hätten sie Capoeira schon immer gekannt. Das hat mich sehr berührt und stolz gemacht.

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