GORILLA in Zeiten von Corona

In den vergangenen Monaten wurden die Aktivitäten von GORILLA ordentlich auf den Kopf gestellt. Hier ein Überblick, welchen Einfluss das Virus auf das Gesundheitsförderungs- und Bildungsprogramm GORILLA hatte und wie es weitergeht.

Eine diffuse Gefahr wird real
Im März überschlugen sich die Ereignisse. Was anfangs Jahr noch als Problem in China abgetan wurde, änderte sich spätestens mit der Pressekonferenz des Bundesrats am 13. März 2020. Fortan blieben die Schulen geschlossen, vorerst bis zum 19. April.

Workshop-Saison abrupt gestoppt
Für uns hatte dies zur Folge, dass keine Workshops an Schulen mehr durchgeführt werden konnten. Dies hat uns besonders getroffen, da die Zeit zwischen März und den Sommerferien die Hauptsaison unserer Workshop-Aktivitäten darstellt. Die meisten Workshops bis zu den Sommerferien wurden gestrichen, nur wenige verschoben.

Chance Distance Learning
Handkehrum nutzten wir die Möglichkeit, dass Lehrpersonen und Eltern auf einmal auf der Suche nach Distance-Learning-Angeboten waren. Auf der Website GORILLA Schulprogramm bündelten wir die Angebote, die sich hierfür eigneten. Freestyle- oder Kochtutorials, Ideen für bewegte Pausen und Lern-Tipps für zu Hause waren ganz offensichtlich äusserst beliebt. Von März bis Ende April nutzen knapp 4’500 Personen unsere Angebote, was einer Steigerung von 263% im Vergleich zur Vorjahres-Periode entspricht.

Distance LearningDie Distance Learning Angebote des GORILLA Schulprogramms auf einen Blick

#blibdihei Challenge
Jugendlichen fiel es besonders schwer, die einschneidenden Massnahmen, die im März getroffen wurden, umzusetzen. Aus diesem Grund lancierten wir zusammen mit der SV Stiftung die #blibdihei Challenge auf Instagram. Einerseits wollten wir die Jugendlichen ermuntern, zu Hause zu bleiben und andererseits aufzeigen, wie es einem zu Hause nicht langweilig wird – mit Bewegungs-Challenges. Insgesamt kamen 25 Challenges aus der GORILLA Community zusammen, die fleissig imitiert, geliked und kommentiert wurden.

GORILLA ChallengeWährend des Lockdowns publizierte GORILLA täglich eine Challenge auf Instagram

Nachgefragt bei …
Michael Sahli, Vizepräsident der SV Stiftung und Vorsitzender des ProjektausschussesMichael SahliDie Idee der #blibdihei Challenge stammt von der SV Stiftung. Wie ist es dazu gekommen?
Die SV Stiftung hat eine Corona-Soforthilfe beschlossen, um damit Projektträger auch in der Krise kurzfristig und effizient unterstützen zu können. Mit dem Lockdown war klar, dass die GORILLA Workshops nicht mehr stattfinden können. Wir haben deshalb im Gespräch mit Tobias Schoen Möglichkeiten gesucht, wie man trotz beschränkter Möglichkeiten und Ressourcen gleichwohl an die GORILLA Zielgruppen gelangen könnte. So ist die Challenge-Idee entstanden.
Die Gastro-Betriebe der SV Gruppe sind von der Corona-Krise besonders stark betroffen. Welchen Einfluss hat dies auf die SV Stiftung?
Die SV Group ist in allen Geschäftsbereichen von der Covid-19-Pandemie hart getroffen worden. Dies hat einen direkten Einfluss auf unsere Tätigkeit. Denn die SV Stiftung unterstützt Projekte im Ernährungsbereich mit der Dividende, die sie als Hauptaktionärin der SV Group erhält. Wegen der wirtschaftlichen Krise stehen wir nun vor der Herausforderung, mit begrenzten Mitteln den Stiftungszweck zu erfüllen. Ich bin aber zuversichtlich, dass wir auch in Zukunft sinnvolle Projekte unterstützen können werden.
Was nehmen Sie ganz persönlich mit aus der Corona-Krise?
Die Krise hat – bei allen negativen Auswirkungen – in meiner persönlichen Erfahrung auch Chancen geboten: Etwa, das hohe Tempo der Alltagshektik vorübergehend etwas zu drosseln. Oder die Chance, vermehrt über Themen wie Nachhaltigkeit und unseren Umgang mit Ressourcen nachzudenken. Ich hoffe, dass unser Bewusstsein fürs wichtige Sorgetragen zu Mensch und Natur durch die Krise noch wächst. Und ich bin überzeugt, dass aus der Krise auch das eine oder andere neue Projekt entstehen kann. Die #blibdihei Challenge ist ein gutes Beispiel dafür!

Ausblick

  • GORILLA Workshops: Ab dem 6. Juni sind Veranstaltungen bis maximal 300 Personen wieder gestattet. Somit sind auch GORILLA Workshops wieder erlaubt und wir hoffen, dass die Nachfrage wieder steigt. Bei Fragen und Unklarheiten steht Ihnen Rahel Reich gerne zur Verfügung.
  • GORILLA Schulprogramm: Die Schulplattform von GORILLA erzielte dank Corona rekordverdächtige User-Zahlen. Wir nutzen das Momentum und arbeiten zusammen mit der Asuera Stiftung an einer Vorstudie, wie sich das Schulprogramm in Bezug auf die Digitalisierung und Online-Angebote weiterentwickeln könnte.

Dankeschön
GORILLA kann auf die Unterstützung unzähliger Partner zählen. Diese haben sich in den letzten Monaten unglaublich loyal und flexibel gezeigt. Wir schätzen das sehr und bedanken uns ganz herzlich!

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